Nach einem knallharten
Winterschwimmtraining wollten wir es wissen, und versammelten uns im Hallenbad Biel um mal die ersten 1000m abzuspulen. Nach einem kurzen Transfer ins Wylerbad in Bern wurden schon die nächsten 80 Längen fällig. Es sei hier kurz erwähnt, dass eventuell beim zählen der Längen kleinste Differenzen aufgetreten sein können
. Nach diesen 2000m war auf dem Weg nach Oerlikon ein kurzer Verpflegungsstopp im Grauholz von Nöten. Hier in Klammern eine kurze Zusammenfassung der Gespräche im Auto bis Zürich (...). Man schlief lieber ein bisschen. Die 3000m in Zürich (60 Längen auf der 50m Bahn) gingen dann aber für alle Teilnehmer viel besser als befürchtet, und wahrscheinlich soger viel besser als gehofft über die Bühne. Somit sind 6000m an einem Tag noch nicht die absolute Grenze für Normalos, man soll es aber auch nicht übertreiten. Dank der guten Erfahrung wurde eine Woche später nochmals geschwommen, diesmal 2000m in Biel und 2000m in Bern. Allen Teilnehmern herzliche Gratulation zu der Leistung und zum Mut, persönliche Grenzen zu verschieben.
Im Jahr der Olympischen Sommerspiele erwarten uns zahlreiche neue sowie traditionelle Höhepunkte. Zwar wird unser Ziel nicht London sein, kein Lorbeerkranz wird unser Haupt schmücken. Doch immerhin werden wir die Schweiz neu entdecken - zu Fuss, mit den Inlines, dem Velo oder Bike und sogar schwimmend. Das Geheimnis über unser Jahresprogramm lüften die Downloads (siehe Diverses) im Benutzermenü. Für sportliche Herausforderungen der ambitionierten Art haben wir einen Rennkalender zusammengestellt - zu finden an demselben Ort. Wir wüschen frohe und erholsame Festtage und einen kraftvollen Start in unser Olympiajahr 2012!
Erdbeeren im Schnee Weisch no denn im 2011 ar Herbschtvelotour...als wir versuchten den Kandel zu bezwingen, jedoch im Schneegestöber umdrehen mussten. Moritz hatte in St. Peter im Restaurant nach 20 Minuten immer noch blaue Lippen. 6 stupende Gümmeler fanden am Schnee gefallen und stiegen nochmals über 1000müM nach Neuhäusle. Ein Angriff folgte dem anderen; es sei hier nicht verraten wer explodierte oder implodierte. Zum Glück war das Wetter am Vortag besser, den Texas Pass konnten wir ohne Regen befahren. Die Landschaft entlockte uns einige Juchzer und wir rollten mehr oder weniger kompakt durch den Schwarzwald, mal auf dem Radweg, mal eben nicht. Der Sonntag zeigte sich bald einmal von der sonnigen Seite, die 100km durchs Markgräflerland waren ein Leckerbissen. Wir wagten einige Ausreissversuche und Ortstafelnsprints. Jeder gab sein Bestes; trotz mit Knödeln und Hackplätzli überfüllten Mägen, nigelnagel neuen Veloschuhen oder dem 3. Schlauch im Pneu. Während den 3 Tagen im Südschwarzwald waren insgesamt 16 Velofahrer unterwegs, in mehreren individuellen Gruppen, immer optimal vom RRCB-Bus begleitet!
Bahnfahren - eine spektakuläre und aussergewöhnliche Disziplin des Velosports. Mit über 40 Sachen über die Holzbretter fliegen, in die Steilwandkurve liegen - dies alles ohne Bremsen und mit Starrlauf. Ursprünglich war diese rasende Angelegenheit für den 18.02.12 geplant. Stattdessen bieten wir euch allen am Samstag, 03.03.12 eine seltene Möglichkeit, dieses einmalige Gefühl selbst zu erleben... Und: Wer würde nicht gerne für 3 Stunden an die "Côte d'Azur" reisen - ein blaues, sicheres Band, das 200-Meter-Oval umkreisend, im Centre Modial du Cyclisme in Aigle (VD). Alles klar? Wir dürfen uns jedenfalls auf bahn-brechende er-fahrungen freuen!
Ein Peloton von Total 16 Rennradfahrerinnen und -fahrern hat sich von den offensichtlich wohlklingenden Rufen des Kuckucks verführen lassen! Am Freitagmorgen, 07.10.2011 machen wir uns auf, um den Süd- und Mittelschwarzwald mit unseren Velos zu er-fahren. Es gilt nun die letzten Vorbereitungen für die dreitägige Herbstreise zu treffen: Velos putzen, Ketten ölen, Pneus pumpen, Beine rasieren, Verpflegung einkaufen, Streckenprofile durchgehen, Gegner/innen studieren, Angriffsstrategie aushecken, messerscharfe Sprüche zurechtlegen und Kohlenhydratspeicher füllen!
Von vielen Freuden und weniger Leiden geprägte Photos werden demnächst von einer stupenden Herbstvelotour zeugen...
oder: wie eine Büroklammer auf Reisen ging
Freitag 12.08.2011 02.30 Uhr, Tagwach! Geschlafen, vielleicht 1 Stunde.
03.44 Uhr Im Followcar auf dem Startgelände: Das GPS startet nicht, die Security fordert uns auf die Funkfrequenz zu wechseln und wir haben keinen Kontakt zu unseren Fahrern.
30 Sekunden vor Start, Autotüren werden aufgerissen jeder Supporter wechselt seine ursprüngliche Position.
Stimmung: 10 vor Panik
03.54 Uhr Rennstart.
Die Navigation per Karte klappt, das GPS startet dank den eingeleiteten Massnahmen und die Security wechselt ihre Funkfrequenz.
Vor uns das schöne Bild der 4 Rennfahrer, welche durch die Nacht preschen.
Die Freude auf das kommende Abenteuer nimmt ihren Platz ein.
Links und rechts überholen uns übermotivierte Rennfahrer und ihre Begleitfahrzeuge, um wenig später wieder von uns überholt zu werden. Höchste Aufmerksamkeit und Konzentration sind gefordert.
Egal ob Fahren, „Verkehr regeln“ und am Stromkabel rütteln oder Karte lesen, Navi checken und Funken: man macht ständig 3 Sachen gleichzeitig.
Die Anfangshektik legt sich: Tagmodus
Stimmung: gut, manchmal etwas wirr bis psychedelisch
Die Nutzung einer richtigen Toilette; das Essen einer Tagessuppe...Banalitäten degradieren zum Luxus.
Ca. 15.45 Uhr Fahrer C ist auf der Strecke. Wir müssen 2 Fahrräder auf den Träger am Followcar montieren. Die Halterung erleidet einen Defekt, eine Lösung wird gefunden.
12 Minuten später sind auch wir on the road.
Das Navi zieht seine Bahnen nach Lust und Laune irgendwo, Fokus auf Karte!
Shit, in der Hektik Autostrassenauffahrt erwischt...
Wer sucht der findet, in diesem Falle nach fast einer Stunde unseren Fahrer C!
Stimmung: schwierig bis gereizt
Fahrer D sprintet den Oberalppass hoch, wir machen uns auf die Verfolgung. Auf der Abfahrt vom Gotthard werden wir vom Jäger zum Gejagten und schleudern auf 2 quitschenden Reifen um die Kurven.
Nachtmodus: wir überqueren den Nufenenpass. Vollmond: unglaubliche Bilder!
Samstag 02.00 Uhr vor uns fährt ein etwas unharmonisches Gruppeto aus 4 Hamstern das Rhonetal ab. Stetig dem schwarzen Tannenwald mit der darüber aufgehenden Sonne entgegen... Halluzinationen vermischen sich mit der Wirklichkeit.
04.00 Uhr mit Singen und Dichtungen über Napoleon und Büroklammern versuchen wir dem Schlaf zu entkommen. Versuch gescheitert: Fahrerwechsel, 3 Sekunden später schnarchts auf der Rückbank.
Blicke auf Igel, Dachse, Rehe und wunderbarer Sonnenaufgang sind Lohn für Strapazen.
Etappe 18: Der Akku lädt nicht, es verbleiben 8% Strom. Der Akku lädt nicht, es...Schluss aus!
Wir Enden wie wir gestartet haben und navigieren mit Karte. Im Hintergrund erzählt ein alter Mann seine Lebensgeschichte über Funk, er ist nicht gewillt die Frequenz zu wechseln.
Letzte Etappe: Wir jagen unserem Team hinterher, Geschwindigkeitsgrenzen werden Nebensache. Endlich, 4 STP-Trikots in Sichtweite. Das Ziel erreichen wir zusammen!
Was bleibt: unvergessliche Bilder, Eindrücke und Grenzerfahrungen. Plus die Erkenntnis: Der Unterschied zwischen Affe und Mensch liegt im Zähneputzen 